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Die Geschichte der Opern Apotheke

Mag. Anna BaldiaAm 15. Februar 1909 wird die Konzession für eine weitere in der Ringstraßenzone anzusiedelnde Apotheke an Mag. pharm. Hermann Gebauer, geboren am 28. Juli 1866 in Wagstadt, verliehen. Als Rayon wird ihm vom Magistrat am 5. April 1909 im Rahmen der Konzessionserteilung die zwischen Maximilianstraße (nunmehr Mahlerstraße) und Kärntnerring gelegene linke Häuserreihe der Kärntner Straße vorgeschrieben. Über geraume Zeit kann Mag. pharm. Gebauer in diesem kleinräumigen Sektor allerdings kein geeignetes Lokal finden. Das erst 1911 fertiggestellte Wohnhaus Kärntner Straße 55 und sein Nachbarhaus Nummer 53 werden im Jahr 1913 für die Vergrößerung des Hotels Bristol angekauft und nach Plänen von Ladislaus Fiedler und Pietro Palumbo grundlegend umgebaut.

In Folge der Fertigstellung des Hotels ist es Mag. pharm. Gebauer nun möglich, im Parterre des Hotels ein Lokal anzumieten und die Apotheke kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs, am 18. Jänner 1915, zu eröffnen. Inspiriert von der gegenüberliegenden Hofoper benennt er sein Unternehmen  „Opern-Apotheke“.  Am 29. Jänner 1918 erfolgte schließlich seine Eintragung als Alleininhaber ins Handelsregister.

Im fortgeschrittenem Alter von 73 Jahren legt Hermann Gebauer senior 1939 seine Konzession zu Gunsten seines Sohnes Mag. pharm. Hermann Gebauer junior, geboren im August 1909, zurück.

Als Mag. pharm. Gebauer junior 1942, knapp ein Jahr nach Ableben seines Vaters, zum Wehrdienst eingezogen wird, übernimmt in seiner Vertretung seine Verlobte Mag. pharm. Dr. Doris Noske die Leitung der Apotheke. Trotz Kriegswirren kann das Paar am 7. August 1943 heiraten.

Kurz nach Ende des Krieges kehrt Mag. pharm. Hermann Gebauer nach Wien zurück, ist aber finanziell schwer angeschlagen. In einem Schreiben vom 26. Juni 1945 wendet er sich an die Pharmazeutische Gehaltskasse mit dem Ersuchen um Stundung der Gehaltskassenvorschreibung. Als Begründung für seinen Antrag gibt er die „Einstellung des Bankverkehrs und Abschnürung des zivilen Kundenverkehrs durch Sitz der russischen Kommandantur im selben Haus“ an.
contentNach Ableben von Mag. pharm. Hermann Gebauer junior führt seine Witwe Mag. pharm. Dr. Doris Gebauer die Apotheke gemäß Fortbetriebsrechts weiter, verpachtet diese aber ab Dezember 1977 an Frau Mag. pharm. Gertrude Hiemer. Nach Auslaufen des Pachtvertrags im Dezember 1989 gehen 4/75 Anteile des Unternehmens durch Schenkung an die Nichte der Witwe Gebauer Dr. Hildegard Zangerle über. In Folge gründen Mag. pharm. Dr. Doris Gebauer, Dr. Hildegard Zangerle und Mag. pharm. Eva-Maria Pauker eine Kommanditgesellschaft. Die wirtschaftliche Leitung des Betriebs übernimmt Mag. pharm. Eva-Maria Pauker.

Nach mehreren Jahrzehnten erfolgreicher Arbeit versterben Mag. pharm. Dr. Doris Gebauer und einige Zeit später auch Mag. pharm. Eva-Maria Pauker.

Damit erreicht die Opern Apotheke 2016 ihre bislang letzte Station der Unternehmensgeschichte.

Mit August 2016 wird die Konzession für den Betrieb an Mag. pharm. Anna-Maria Baldia verliehen.

Selbst in vierter Generation Apotheker ist es Mag. pharm. Anna-Maria Baldia wichtig, das Unternehmen mit Rücksicht auf seine lange, traditionsgeprägte Geschichte in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

 

 

 

Quellen:

(.) Felix Czeike: Geschichte der Wiener Apotheken, Die Apotheke im heutigen ersten Wiener Gemeindebezirk. Innsbruck: Studienverlag. Band 50, 2010, S. 489f.

(.) Leopold Hochberger/Joseph Noggler: Geschichte der Wiener Apotheken. Wien: Verlag des Wiener Apotheker-Hauptgremiums 1917-1919, S.64

(.) Unterlagen der Gehaltskasse der Österreichischen Apothekerkammer